Die folgende Auswahl stellt die wichtigsten gesetzlichen Vorschriften im Freistaat, die Abwasserbeseitigung, bzw. die Gewässerunterhaltung betreffend, dar. Sie stellen lediglich Lesefassungen dar haben nur informatorischen Charakter.
Alle Gesetze und Vorschriften können im Downloadbereich heruntergeladen werden.

Thüringer Wassergesetz
Das Gesetz setzt die Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes der BRD in Landesrecht um.

Thüringer Gesetz über die kommunale Gemeinschaftsarbeit
Dieses Gesetz regelt die Vorschriften zur Gründung und die Tätigkeit von Zweckverbänden.

Thüringer Kommunalabgabengesetz
Hier sind die gesetzlichen Grundlagen für die Erhebung von Gebühren, Beiträgen und anderen Abgaben der Kommunen geregelt.
Hinweis: Mit Wirkung vom 18.08.2009 wurde das Gesetz novelliert.
 
Kleinkläranlagenerlass des Freistaates
Der Erlass regelt die Erstellung und Betreibung von Kleinkläranlagen.

DIN 4261
Diese "Deutsche Industrienorm" beinhaltet die technischen Vorschriften zu Kleinkläranlagen.

DWA-Regelwerk Abwasser
Die Abwassertechnische Vereinigung ist das Fachgremium aller Institutionen und Firmen, die mit Abwasser zu tun haben. Sie forscht auf diesem Gebiet und gibt wissenschaftlich fundierte Empfehlungen heraus.

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Die Gebührenerhebung im AWZV Bode-Wipper basiert auf der Basis des Einwohnergleichwertes (EGW), also nach der Einwohnerzahl auf dem Grundstück, der abgefahrenen Abwasser- bzw. Fäkalschlammmenge sowie der abflusswirksamen Flächen.

Begriffsdefinitionen:

Volleinleiter leiten das anfallende Abwasser auf direktem Wege über die Kanalisation bis zur Kläranlage.

Teileinleiter müssen das Abwasser mittels Kleinkläranlage vorreinigen und leiten dann den Überlauf in die Kanalisation ein.

Direkteinleiter müssen ebenfalls eine Kleinkläranlage vorhalten, leiten den Überlauf allerdings nicht in einen Kanal, sondern in ein Gewässer ein bzw. versickern im Untergrund

Die Fäkalschlammentsorgung erfolgt per Entsorgungsfahrzeug, wobei pro Einwohner in der Regel 1 m³ / Jahr abgefahren wird.

Das Abwasser aus abflusslosen Gruben wird vollständig per Entsorgungsfahrzeug abgefahren.

Die Abwasserabgabe ist eine Abgabe der Direkteinleiter für die Einleitung von Abwasser in Gewässer bzw. seine Versickerung. Sie wird vom AWZV an den Freistaat gezahlt und über die Abwasserabgabensatzung auf die betreffenden Grundstückseigentümer abgewälzt. Die Erhebung basiert auf der Anzahl der Bewohner auf dem Grundstück per 30. Juni des Jahres.

Anfallendes Niederschlagswasser kann, soweit das möglich ist, auf dem Grundstück versickert oder verbraucht werden.

Der Anschluss- und Benutzungszwang wird insoweit nur für das Schmutzwasser ausgeübt.

Die Gebühren dienen zur Deckung der lfd. Abwasserbeseitigung. Die Höhe der Gebühren wird durch eine Kalkulation ermittelt. Entsprechend der 4-Jahreskalkulation vom Herbst 2013 für die Jahre 2014 bis 2017 haben sich auf Grund der allgemeinen Preissteigerungen Gebührenerhöhungen erforderlich gemacht.

Gebührensätze ab dem 01.01.2014

Volleinleiter: 131,46 € / EGW und Jahr 
Teileinleiter:   63,71 € / EGW und Jahr
Fäkalschlammentsorgung:   37,75 € / m³
Abwasserentsorgung aus abflusslosen Gruben:   17,55 € / m³
Niederschlagswassergebühr für Grundstücke:     0,56 € / m² und Jahr
Niederschlagswassergebühr für Straßen, Wege, Plätze:     0,60 € / m² und Jahr
Abwasserabgabe für Schmutzwasser:     17,90 € / Person und Jahr
Teileinleitergebühr für vollbiologische Anlagen   45,81 € / EGW und Jahr
   

Der Abwasserbeitrag dagegen ist eine Investitionsbeteiligung der Grundstückseigentümer zur Errichtung der öffentlichen Abwasseranlage.

Der Beitragssatz beträgt im AWZV Bode-Wipper 2,64 € / m² gewichtete Grundstücksfläche. Die Wichtung erfolgt auf der Basis der Anzahl der Vollgeschosse.

Die satzungsrechtlichen Grundlagen für die vorstehenden Angaben sind:

  • die Entwässerungssatzung (EWS),
  • die Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung (GS-EWS),
  • die Beitragssatzung zur Entwässerungssatzung (BS-EWS), sowie
  • die Abwasserabgabensatzung.

Diese Satzungen können Sie im Downloadbereich aufrufen.

Zur Beantwortung Ihrer Fragen stehen die Mitarbeiter des AWZV zur Verfügung.


 

 

Ihr AWZV Bode-Wipper

Investitionen des AWZV Bode-Wipper:  

  1. Gemeinschaftsbaumaßnahme in Kleinfurra. Da die Gemeinde mit Fördermitteln des Freistaates die Straße sowie die Seitenräume erneuert, verlegt der AWZV hier ca. 540 m Schmutzwasser und ca. 430 m Regenwasserkanal. Auch der Wasserverband verlegt im Zusammenhang neue Leitungen. Damit braucht diese neue Straße beim späteren zentralen Anschluss Kleinfurras nicht noch einmal geöffnet werden. Eine Fertigstellung der Maßnahme, die bereits 2016 begonnen wurde, wird bis Ende 2017 erfolgen.

        Zustand November 2016           Mai 2017 teilweise Fertigstellung

  2. Angelaufen ist die Gemeinschaftsbaumaßnahme Friedrich-Kiel-Straße und Siedlung in Kleinbodungen. Hier bauen der AWZV, das Nordthüringer Straßenbauamt, die Gemeinde, der Wasserverband Nordhausen und die TEN Straßen und Seitenräume grundhaft aus. Die Maßnahme wird auf Grund des Umfangs erst Ende 2018 fertiggestellt werden können. Durch die Vollsperrung der Landesstraße lassen sich weiträumige Umleitungen für den Durchgangsverkehr leider nicht vermeiden.

      Baustellenschild                      Die ersten Rohre des Regenwasserkanals sind verlegt.

  3. Wie schon unter Aktuelles hingewiesen hat der Umbau mit Kapazitätserweiterung der ABA Wipperaue im Sommer 2016 begonnen. Bis Ende 2017 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Neben der Kapazitätserweiterung von derzeitig 36.000 auf dann 55.000 Einwohnerwerten ist die Herstellung einer autarken Energieversorgung durch eine Faulgasanlage das Ziel.

      Belebungsbecken mit neuer Belüftungstechnik     Faulturm im Bau
                                                                                                                                                                              
  4. Kurzfristig machte sind die Erneuerung der Kanalisation in der Oberstraße im Zusammenhang mit dem Ausbau der Hauptstraße durch die Stadt Bleicherode erforderlich. Die Maßnahme gestaltet sich auf Grund der engen Verhältnisse schwierig. Der Abschluss wird aber demnächst erfolgen.

      Kanalbau unter schwierigen Bedingungen

      Vorbereitung der Anbindung der Oberstraße an die Hauptstraße

  5. Ebenfalls als Gemeinschaftsbaumaßnahme aller Ver- und Entsorger sowie der Stadt Bleicherode wurde im März 2017 mit dem grundhaften Ausbau der Angerbergstraße vom Postweg (Georgenberg) bis zur Obergebraer Straße  begonnen. Durch die Stadt wird im Zusammenhang mit dieser Maßnahme auch die Straßenoberfläche des Postwegs hergestellt.

      Das Material liegt bereit.

      Der 1. Abschnitt der Angerbergstraße ist für die Straßenwiederherstellung vorbereitet.

      Auch der Postweg ist für den Straßenbau vorbereitet.

 

 

 

 

Die technischen Anlagen gliedern sich in die Kanalnetze mit ca. 67 % Anteil am Anlagevermögen,
die Abwasserreinigungsanlagen mit ca. 24 % Anteil, sowie die überörtlichen Transportleitungen und sonstigen Anlagen mit 9 % Anteil.

ABA Wipperaue für 36.000 Einwohnerwerte


Die Errichtung der Abwasserreinigungsanlage Wipperaue wurde am 07.02.1991 begonnen. Der 1. Bauabschnitt wurde am 18.12.1991 beendet. Dazu gehörten:

  • Abwasserpumpstation
  • Abwasserfeinsiebung
  • Rundsandfang
  • Ablaufmessstation
  • Oxydationsteiche
  • Betriebsgebäude

Der 2. Bauabschnitt wurde am 18.12.1991 begonnen und am 16.12.1992 abgeschlossen. Dazu gehörten:

  • Schlammentwässerungsgebäude
  • Schlammvorlagebehälter
  • Belebungsbecken
  • Nachklärbecken
  • Rücklauf-Überschussschlammpumpwerk

Mit Inbetriebnahme der Belebungsbecken wurden die Oxydationsteiche außer Betrieb genommen und zu Schönungsteichen umfunktioniert.

Mit dem 3. Bauabschnitt wurde am 07.07.1995 begonnen. Er wurde am 31.12.1995 beendet. Er beinhaltete:

  • Schlammlagerplatz
  • Mengen- und Frachtausgleichsbecken
  • Phosphatfällmittelstation
  • Prozessleittechnik

In der letzten Jahren wurden lfd. Verbesserungen und Optimierungen vorgenommen. Die zulässigen Ablaufwerte konnten dadurch stets weit unterschritten werden.

Problematisch waren die Stoßbelastungen aus dem Gewerbe, die zeitweise zur Überschreitung der Kapazität der Kläranlage führen.
Dem wurde mit der Erweiterung der ARA um 6.000 Enwohnergleichwerte im Jahr 2008 auf 36.000 EGW Rechnung getragen. Diese Erweiterung wurde zu 90 % vom Wirtschaftsministerium des Freistaates gefördert.

In den Jahren 2016 und 2017 wird die Abwasserbeseitigungsanlage auf ca. 55.000 EGW erweitert, um den gestiegenen Anforderungen aus dem gewerblichen Bereich Rechnung zu tragen.
Auch diese Maßnahme wird mit Mitteln des Wirtschaftsministeriums gefördert.
 

Gruppenkläranlage Rüxleben

Die Anlage reinigt das Abwasser aus dem Neubaugebiet am Rüxleber Zoll.

ABA Wollersleben

Diese Anlage wurde im Jahr 2011 für die Gemeinden Nohra mit OT Wollersleben, Hainrode und das Gewerbegebiet Hünstein errichtet.
Die Gruppenkläranlage im Gewerbegebiet Hünstein konnte damit stillgelegt werden.
Ebenso konnte die Containerkläranlage in Nohra (Schafsgasse) stillgelegt werden, da die Transportleitung von Nohra zur Kläranlage Wollersleben Ende 2013 in Betrieb genommen wurde.
Seit Mitte des Jahres 2016 ist nunmehr der gesamte Ort Nohra und ca. 50 % der Grundstücke in Wollersleben zentral angeschlossen.
Die Transportleitung von Hainrode nach Wollersleben ist seit 2011 in Betrieb und entwässert bereits ca. 2/3 der Grundstücke der Gemeinde Hainrode.

Der AWZV ist Geschäftsbesorger für den Gewässerunterhaltungsverband Bode-Wipperaue (GWUV) mit Sitz in Bleicherode.
Der GWUV erfüllt die gesetzliche Aufgabe der Unterhaltungspflicht für die Gewässer 2.Ordnung für 8 Mitgliedsgemeinden im Rahmen einer Zweckvereinbarung mit dem AWZV Bode-Wipper.
Er unterhält also keine eigene Geschäftstelle und auch kein Personal.

Mitglieder des GWUV sind:
1.   Stadt Bleicherode
2.   Gemeinde Friedrichsthal
3.   Gemeinde Hainrode
4.   Gemeinde Kehmstedt
5.   Gemeinde Kleinbodungen
6.   Gemeinde Sollstedt
7.   Gemeinde Wipperdorf
8.   Gemeinde Wolkramshausen

Verbandsorgane sind die Verbandsversammlung, der Verbandsausschuss und der Verbandsvorsitzende.
Die Verbandsversammlung besteht aus den Bürgermeistern, die kraft Amtes Verbandsräte sind.
Die Versammlung wählt aus Ihrer Mitte den Verbandsvorsitzenden, seinen Stellvertreter sowie die Ausschussmitglieder. 
Zur Verbandsversammlung am 17.11.2014 wurde Herr Joachim Leßner, Bürgermeister von Wipperdorf zum neuen Verbandsvorsitzenden wiedergewählt. Zur Neuwahl der Bürgermeister im Frühjahr diesen Jahres ist Herr Wolfgang Morgenstern nicht mehr angetreten, so dass die Funktion des stv. Verbandsvorsitzenden derzeitig vakant ist. Die Neuwahl findet zur nächsten Verbandsversammlung statt.
Mitglieder im Verbandsauschuss sind neben dem Verbandsvorsitzenden und seinem Stellvertreter:  Frau Franka Hitzing (Friedrichsthal) und Herr Frank Rostek (Bleicherode).

Gewässerunterhaltungsmaßnahmen

Nach den Gewässerschauen in den Mitgliedsgemeinden im zeitigen Frühjahr wird festgelegt, welche Maßnahmen dringend erforderlich sind und somit eine Prioritätenliste aufgestellt.

Die Hauptaufgabe des GWUV besteht in der reinen Gewässerunterhaltung, also die Sicherung des ungehinderten und gefahrlosen Wasserabflusses in den Gewässern 2.Ordnung. Die Tätigkeit beschränkt sich daher auf die Beräumung der Gewässerbetten, sowie die Bewirtschaftung der Uferbereiche in einer Breite von beidseitig 5 m.

Als Dienstleistung für die Mitgliedsgemeinden werden auch notwendige Investitionen an Gewässern, z.B. Ausbaumaßnahmen, Verrohrungen, Anlagen in und an Gewässern betreut. Allerdings sind und bleiben die Gewässer im Eigentum der Gemeinden. Eine Vermögensübertragung auf den GWUV erfolgt nicht.

Zur Gewässerunterhaltung teilt das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt in seiner Internetpräsentation mit:

Was sind Gewässer zweiter Ordnung?
Die Landschaften Thüringens werden von ca. 15.300 km Bächen und Flüssen geprägt. Nach ihrer wasserwirtschaftlichen Bedeutung werden die Gewässer in Ordnungen eingeteilt. Gewässer erster Ordnung:
Die Gewässer erster Ordnung sind in der Neubekanntmachung des Thüringer Wassergesetzes vom 4. Februar 1999 in der Anlage benannt. Das sind 1.525 km aller Gewässer.
Gewässer zweiter Ordnung: Die verbleibende überwiegende Anzahl der Gewässer sind Gewässer zweiter Ordnung.
Darüber hinaus gibt es auch Gewässer von wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung, die nicht unter die Bestimmungen des Thüringer Wassergesetzes fallen, z. B. Be- und Entwässerungsgräben oder Straßenseitengräben, die Bestandteil der Straße sind.

Was ist das Ziel der Unterhaltung?
Die Gewässerunterhaltung hat das Ziel, das Gewässer insgesamt in den ihm zugewiesenen vielfältigen Funktionen zu unterstützen. Sie ist nicht zur Erhaltung einzelner Nutzungsansprüche am Gewässer gerichtet. Bei der Gewässerunterhaltung muss das ökologische Potential des jeweiligen Gewässerabschnittes berücksichtigt werden. Das trifft sowohl bei der Wahl der Unterhaltungsverfahren als auch bei der Festsetzung des Unterhaltungszeitrahmens zu. Die Gewässerunterhaltung soll dem Gewässer die Möglichkeit geben, sich aus einem starren Fließgerinne zu einem naturnahen Fließgewässer zu entwickeln. Innerhalb von Ortschaften liegt der Schwerpunkt der Unterhaltung in der Sicherung des ordnungsgemäßen Wasserabflusses zum Schutz der Bebauung und des Wohles der Allgemeinheit sowie zur Sicherung der genehmigten Gewässerbenutzungen. Es ist möglichst auch innerorts naturnahen Varianten der Vorzug zu geben. Außerhalb von Ortschaften sollte der Schwerpunkt auf der Erhaltung und Wiederherstellung der ökologischen Funktion des Gewässers liegen. Neben einer guten Wasserqualität tragen die naturnahen Strukturen wesentlich zur Erfüllung der ökologischen Funktionen bei.
Deshalb:
• Uferabbrüche zulassen
• Ufergehölze entwickeln lassen
• Kiesbänke nicht entfernen
• Geschiebetransport zulassen

Was gehört zur Unterhaltung der Fließgewässer?
Die Unterhaltung eines Gewässers und seiner Ufer umfasst die Erhaltung eines ordnungsgemäßen Zustandes für den Wasserabfluss und muss den Belangen des Naturhaushaltes Rechnung tragen. Befindet sich ein Gewässer in natürlichem oder naturnahem Zustand, so soll dieser Zustand erhalten bleiben. Das natürliche Erscheinungsbild sowie die ökologische Funktion der Gewässer sind ebenso zu erhalten und zu pflegen wie die Sicherung von bebauten und bewohnten Gebieten gegen Hochwasser. Außerhalb bebauter Gebiete sollte eine naturnahe Entwicklung zugelassen werden.

§ 28 Wasserhaushaltsgesetz und § 67 Thüringer Wassergesetz sowie die Richtlinie zur naturnahen Unterhaltung und zum Ausbau von Fließgewässern beschreiben den für Thüringen verbindlichen Umfang der Unterhaltung.

Was sind Maßnahmen der Gewässerunterhaltung?
• Mähen der Böschungen, Bermen, Vorländer und Deiche
• Sohlkrautung
• Räumung des Abflussprofils
• Beseitigung der Schäden im Abflussprofil
• Bekämpfung von Schädlingen
• Beseitigung von Abflusshindernissen
• Unterhaltung von Bauwerken
• Gehölz- und Pflanzenpflege

Jeder Eingriff in das Gewässer stellt einen Eingriff in den Naturhaushalt dar. Die Gewässerunterhaltung sollte sich auf die unbedingt erforderlichen Maßnahmen beschränken. Außerhalb bebauter Gebiete sollte eine natürliche Entwicklung ohne regelmäßige Eingriffe in den Naturhaushalt zugelassen werden. Nur so kann der gesetzliche Auftrag, die Gewässer in einem naturnahen Zustand zu erhalten bzw. in einen naturnahen Zustand zurückzuführen, erfüllt werden.

Wer hat die Pflicht zur Unterhaltung?
Die Unterhaltung der Gewässer zweiter Ordnung obliegt nach § 68 Thüringer Wassergesetz den Gemeinden oder den zur Unterhaltung gegründeten Verbänden. Da die Unterhaltung hinsichtlich der Berücksichtigung der Belange des Ober- und Unterliegers mit diesen abgestimmt erfolgen sollte, ist es sinnvoll, die Unterhaltung durch Zusammenschlüsse mehrerer unterhaltungspflichtiger Gemeinden in Verbänden zu organisieren.
Verbandsbildungen sind auf der Grundlage des Gesetzes über Wasser- und Bodenverbände vom 12. Februar 1991 (Wasser- und Bodenverbände) sowie des Gesetzes über kommunale Gemeinschaftsarbeit vom 11. Juni 1992 (Unterhaltungszweckverbände) möglich.

Wer kann die Gewässerunterhaltung wahrnehmen? Die praktische Umsetzung von Maßnahmen der Gewässerunterhaltung erfordert fachliche Kompetenz. Für Unterhaltungsarbeiten an Gewässern sind Unternehmen folgender Bereiche geeignet:
• Tiefbau
• Wasserbau
• Landschaftsbau
• Gartenbau
Die Unternehmen sollten dabei bereits über Erfahrungen in der Unterhaltung von Gewässern sowie über geeignete Technik verfügen.

Stellen ABM/ABS-Gesellschaften und landwirtschaftliche Betriebe eine Alternative bei der Umsetzung der Gewässerunterhaltung dar?
Viele Kommunen nutzen bereits heute die Möglichkeit, Maßnahmen der Gewässerunterhaltung durch ABM/ABS-Gesellschaften durchführen zu lassen. Da diese Gesellschaften in der Regel aus branchenfremden Mitarbeitern bestehen, ist vor Ort stets eine fachliche Einweisung und Unterstützung notwendig, um den sensiblen Naturhaushalt nur insoweit zu stören, wie dies unumgänglich ist. Pflegemaßnahmen können auch durch landwirtschaftliche Betrieb ausgeführt werden. Das Einbeziehen der Landwirte in die Gewässerunterhaltung im ländlichen Raum prägt ein konstruktives Nebeneinander von Land- und Wasserwirtschaft in der Zukunft.

Im einzelnen sind folgende Maßnahmen geeignet:
• Gehölzpflanzung
• Böschungsmahd
• Beseitigen von kleineren Abflusshindernissen
• Unterhaltung von Bauwerken
Die Durchführung einzelner Maßnahmen durch ABM/ABS-Gesellschaften und Landwirte wird neben der fachlichen Qualifikation auch durch den Einsatz der Technik eingeschränkt.

Die Gewässer-Nachbarschaften des Landesverbandes Sachsen/Thüringen der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (ATV-DVWK) bieten den Gewässerunterhaltungspflichtigen, Vertretern der Wasserwirtschaftsverwaltungen, Ingenieur- und Planungsbüros sowie weiteren Interessierten die Möglichkeit der Fortbildung und des Erfahrungsaustausches im Bereich der naturnahen Pflege und Entwicklung (Renaturierung) der Gewässer. Nähere Informationen zu den Gewässer-Nachbarschaften erhalten Sie unter
www.dwa.de Menüpunkt: Nachbarschaften / Gewässer-Nachbarschaften.

Bei der Durchführung der Maßnahmen am Gewässer sind unbedingt Brut- und Laichzeiten zu beachten. Maßnahmen am Gewässer sollten unter Berücksichtigung des Vorläufigen Thüringer Naturschutzgesetzes im Zeitraum Oktober bis Februar durchgeführt werden.

Wie ist die Gewässerunterhaltung zu finanzieren?
Die Gewässerunterhaltung ist eine öffentliche Last. Zur Erfüllung dieser Aufgabe sollte die Kommune Mittel in ihren Haushalt einplanen. Unter Beachtung der Ziele der Gewässerunterhaltung beschränkt sich der Schwerpunkt des Mitteleinsatzes auf den innerörtlichen Bereich. Durch die Gestaltung auch dieser Bereiche mit naturnahen Elementen können teure ingenieurtechnische Lösungen entfallen.

Wer sind Ihre Ansprechpartner zu Fragen der Gewässerunterhaltung?
Weitere Informationen und Beratungen zu Fragen der Gewässerunterhaltung geben Ihnen die untere Wasserbehörde beim beim Landratsamt, Tel. 03631/911-0
sowie die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie, Außenstelle Sondershausen, Tel. 03632/654-0.

Der AWZV Bode-Wipper erfüllt als gesetzliche Aufgabe nach der Thüringer Kommunalordnung die Abwasserbeseitigungspflicht für die Mitgliedsgemeinden.
Dabei werden z.Zt. bis zu 50.000 Einwohnerwerte entsorgt (Einwohner und Gewerbe). Der überwiegende Abwasseranfall resultiert aus gewerblichen Einleitungen.
Da die derzeitige Kapazität der Abwasserreinigungsanlage Wipperaue nicht ausreicht, wird diese z.Zt. erweitert (siehe Baumaßnahmen).

Der überwiegende Teil  ist zentral an die Verbandskläranlage Wipperaue bzw. die Kläranlagen in Wollersleben und Kleinfurra – Rüxleben angeschlossen.

Die restlichen Grundstücke müssen ihr Abwasser noch über Kleinkläranlagen vorreinigen und entwässern entweder direkt oder über Teilortskanalisationen in die Vorfluter (vorhandene Gewässer).
Der anfallende Fäkalschlamm wird über die mobile Fäkalschlammentsorgung des Verbandes im festgelegten Turnus (je nach Kleinkläranlagentyp) abgefahren und in der Verbandskläranlage in Bleicherode behandelt.

Neben der regelmäßigen Abwasserentsorgung hat der AWZV die Aufgabe, die notwendigen Investitionen zu planen, vorzubereiten, auszuführen und abzurechnen.
Für die Planung und Ausführung der Investitionen werden Fachbüros durch den AWZV beauftragt.
Die bauliche Ausführung obliegt fachlich geeigneten Baufirmen, die diese Investitionen im Auftrag des Verbandes nach öffentlichen Ausschreibungen ausführen.

Die Investitionen basieren auf einem Abwasserbeseitigungskonzept (ABK). Dieses ist mit der Unteren Wasserbehörde beim Landratsamt sowie dem Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie (TLUG) als Fachbehörde abgestimmt.
Ziel ist es, das anfallende Abwasser aller Grundstücke in einem überschaubaren Zeitraum einer vollbiologischen Abwasserreinigung zuzuführen.
Dies hängt jedoch in hohem Maße von der Fördermittelbereitstellung des Freistaates ab.

Das ABK des Verbandes wird lfd., spätestens alle 6 Jahre überarbeitet bzw. auf Aktualität überprüft.

Hier wird v.a. Augenmerk darauf gelegt, wie die schadlose Abwasserbeseitigung in den Gemeinden unter Berücksichtigung wasserwirtschaftlicher Kriterien, wie den Schutz der Gewässer und des Trinkwassers zukünftig am sichersten und kostengünstigsten erfolgen soll.
Dabei ist nicht immer die Höhe der Investitionen entscheidend.
Oft entscheiden auch die Betriebskosten, ob eine Kläranlage errichtet wird oder eine Transportleitung zum Nachbarort ökonomischer ist.
Das ABK liegt beim AWZV vor und kann, nach vorheriger Anmeldung, in der Geschäftstelle eingesehen werden.

Die Finanzierung des AWZV erfolgt im Wesentlichen über Gebühren und Beiträge, sowie  über Fördermittel.

Der AWZV Bode-Wipper ist abwasserbeseitigungspflichtige Körperschaft für die folgenden Mitgliedsgemeinden:

Stadt Bleicherode mit OT Elende und OT Obergebra
Tel. 036338/3530
Bürgermeister: Herr Frank Rostek

Gemeinde Etzelsrode
Tel. 036337/40211
Bürgermeisterin: Frau Sandra Echtermeier

Gemeinde Friedrichsthal
Tel. 036337/40304
Bürgermeisterin: Frau Franka Hitzing

Gemeinde Großlohra
Tel. 036338/61804
Bürgermeister: Herr Siegfried Schäfer

Gemeinde Hainrode
Tel. 036334/53231
Bürgermeister: Herr Hans-Joachim Wenkel

Gemeinde Kehmstedt
Tel. 036338/44358
Bürgermeister: Herr Uwe Merx

Gemeinde Kleinbodungen
Tel. 036338/42929
Bürgermeister: Herr Volkmar Aderhold

Gemeinde Kleinfurra mit OT Hain
Tel. 036334/53361
Bürgermeister: Herr Benno Koschorek

Gemeinde Kraja
Tel. 036338/42517
Bürgermeister: Herr Ulf Sauer

Gemeinde Lipprechterode
Tel. 036338/42706
Bürgermeister: Herr Jörg Kirchner

Gemeinde Niedergebra
Tel. 036338/62410
Bürgermeisterin: Frau Burgunde Krumm

Gemeinde Nohra mit OT Wollersleben und OT Mörbach
Tel. 036334/53238
Bürgermeister: Herr Uwe Wenkel

Gemeinde Sollstedt mit OT Wülfingerode und OT Rehungen
Tel: 036338/3580
Bürgermeister: Herr Claus Adam

Gemeinde Wipperdorf
Tel. 036338/40781
Bürgermeister: Herr Joachim Leßner

Gemeinde Wolkramshausen mit OT Wernrode
Tel. 036334/50010
Bürgermeister: Herr Daniel Braun

 

... auf den Internetseiten vom Abwasserzweckverband Bode-Wipper in Bleicherode

Hier erfahren Sie Wissenswertes über die Abwasserbeseitigung in unserem Verband, die gesetzlichen Grundlagen sowie die Entstehungsgeschichte.
Viel Vergnügen wünschen Ihnen die Mitarbeiter des AWZV.

Verbandsorgane:
Organe des Zweckverbandes sind die Verbandsversammlung sowie der Verbandsvorsitzende.
In der Verbandssatzung ist weiterhin geregelt, dass ein Verbandsausschuss gebildet wird.
Die Verbandsversammlung besteht derzeitig aus 26 Verbandsräten. Die jeweiligen Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden sind kraft Amtes Verbandsräte. Je nach Einwohnerzahl entsenden die größeren Gemeinden pro angefangene 1000 Einwohner weitere Verbandsräte.

Derzeitig stellen:

 

die Stadt Bleicherode  7 Verbandsräte
die Gemeinde Sollstedt  4 Verbandsräte
die Gemeinden Wipperdorf und Kleinfurra
 
 je 2 Verbandsräte







Die restlichen Gemeinden stellen nur einen Verbandsrat, nämlich den Bürgermeister:

Die Amtsperiode entspricht der Kommunalwahlperiode.


Verbandsvorsitzender ist  Herr Frank Rostek
Bürgermeister der Stadt Bleicherode (036338/35312)



Sein Stellvertreter ist Herr Joachim Leßner,
Bürgermeister der Gemeinde Wipperdorf (036338/40781)                                         

Mitglieder im Verbandsausschuss sind neben dem Verbandsvorsitzenden und seinem Stellvertreter:
Herr Saalbach, Stadtrat in Bleicherode und Ortsteilbürgermeister des OT Obergebra
Herr Guder, Stadtrat in Bleicherode sowie Herr Adam, Bürgermeister von Sollstedt.

Für Anfragen bzw. Mitteilungen an unsere Mitarbeiter nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.
Die Kontaktaufnahme per e-mail dient nur der Übermittlung einfacher Mitteilungen ohne Signatur und/oder Verschlüsselung. Der AWZV kann einen Empfang der elektronischen Post nicht gewährleisten. Durch die Möglichkeit des e-mail Versandes wird nicht der Zugang zur Übermittlung von elektronischen Dokumenten, die mit einer elektronischen Signatur verbunden sind, eröffnet.

Sachgebiet Geschäftsleitung

Geschäftsleiter
Herr Matthias Liebergesell
Tel. (03 63 38) 45 62-0
  
Stv. Geschäftsleiter
Herr Holger Thiemt
Tel. (03 63 38) 45 62-13

Sekretariat und Assistenz des Geschäftsleiters
Frau Sandra Müller
Tel. (03 63 38) 45 62-0

Buchhaltung

Finanzbuchhaltung / Mahnwesen
Frau Simone Schickschneit
Tel. (03 63 38) 45 62-20

Sachbearbeiterin Kasse
Frau Dagmar Müller
Tel. (03 63 38) 45 62-18

Sachgebiet Gebühren
Frau Carina Tölle
Tel. (03 63 38) 45 62-19

Sachgebiete Recht und Beiträge
Herr Holger Thiemt
Tel. (03 63 38) 45 62-13
Herr Thiemt ist weiterhin Ansprechpartner
für die Belange der Gewässerunterhaltung
im Zusammenhang mit der Geschäftsbesorgung
für den GWUV Bode-Wipperaue

Sachbearbeiterin Beiträge
Frau Ines Tüngerthal
Tel: (03 63 38) 45 62-14

Technik / Anlagen / Investitionen

Technischer Leiter
Herr Dr. Frank Biermann
Tel. (03 63 38) 45 62-24
Er ist u.a. zuständig für die abwassertechnischen Anlagen und das
Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) sowie Bauanträge.

Herr Olaf Eckoldt
Tel. (036338) 45 62-17
Er ist Verantwortlicher für die Baumaßnahmen des Verbandes sowie Ansprechpartner für Fragen zu Kleinkläranlagen, Um- und Nachrüstungen, Hausanschlüsse, Schachterlaubnisscheine u.ä..

GIS / Grunddienstbarkeiten
Frau Sabine Kunisch
Tel. (036338) 45 62 24
Frau Kunisch ist gleichzeitig die Datenschutzbeauftragte des AWZV.

Abwasseranlagen

Klärmeister Herr Schmidt
stv. Klärmeister Herr Hartmann
Laborantin Frau Wildemann
Mitarbeiter Herr Strauß
Mitarbeiter Herr Junge
Mitarbeiter Herr Müller
Tel. (03 63 38) 4 20 50

Netzbereich
Mitarbeiter Herr Körber
Mitarbeiter Herr Schulze
Tel. (01 73) 3 94 80 72

Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des AWZV ist während der Kernarbeitszeit

montags von 8:00 Uhr bis 14.00Uhr
dienstags von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr
mittwochs von 8:00 Uhr bis 14.00Uhr
donnerstags von 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr
sowie freitags von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr

telefonisch unter der Rufnummer    
036338/45620 bzw. der FAX Nr. 036338/63651 zu erreichen.

Sprechzeiten

Unsere Mitarbeiter sind zu den Sprechzeiten

dienstags von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr
und von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr

donnerstags von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr
und von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr

für Sie da.

Außerhalb dieser Sprechzeiten bitten wir um vorherige telefonische Terminvereinbarung.

Notruf

Bitte beachten Sie, dass zum 01.07.2015 im AWZV Bode-Wipper die gleitende Arbeitszeit eingeführt wurde. Wenn Sie also mit einer bestimmten Mitarbeiterin / einem bestimmetn Mitarbeiter außerhalb der Sprech- bzw. Kernarbeitszeiten sprechen möchten, empfiehlt sich eine vorherige Terminvereinbarung.

Außerhalb der Sprech- und Geschäftszeiten sowie bei Störungen und Havarien erreichen Sie den AWZV unter der

Notrufnummer 0172/ 3602200